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LUSTIGES UND SKURILES AUS DEM LAND DES L√ĄCHELNS

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Noch mehr Lustiges und Skuriles aus dem Land der Thais gibt es in diesem Band zu lesen.
Die Stories haben mir beim Schreiben besondere Freude bereitet, denn wirklich schöne Begegnungen haben die Geschichten erst ermöglicht.
Ich denke, das wirkt ansteckend. SANUK - Spaß haben und Freude erleben, ein Lebensmotto der Thais, begleitet den Leser durch alle Episoden.
So kringelt sich der Elefant vor Lachen, wenn die Schlange verzaubert mit einem Elefantenkopf durchs Gelände schleicht, und in Baan Tawai, dem Kunsthandwerkerdorf nahe bei Chiang Mai, werden alle möglichen Gebrauchsgegenstände in die gefertigten Objekte mit einbezogen, ein bißchen à la Warhold.
Bereits nach Erscheinen des Bandes ergaben sich so viele neue Aspekte, da√ü ich kurz darauf eine √ľberarbeitete Neuauflage schuf.
Das ist eben der große Vorteil eines ebooks: Aktualitäten sind schnell einzubauen.
Zu beziehen ist dieser Band, wie alle ebooks auf dem Blog, einfach mit einigen clics unter der Rubrik: k(ultur) shop.
In Folge auch hier einige Ausz√ľge als apetizer; alle Artikel des ebooks sind unten im Inhaltsverzeichnis aufgef√ľhrt.

Erstellt: 2015-12-01 00:23:16


IN DREI TAGEN UM DIE WELT

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Jules Vernes Helden schafften es ohne Flugzeug in 80 Tagen um die Welt; mein Koffer hat die Welt quasi in drei Tagen umrundet: Berlin-Abu Dhabi, zur√ľck nach Berlin, um dann am vierten Tag um 00.14 im Guest House in Chiang Mai anzukommen, genau eine halbe Stunde sp√§ter, als ich von meinem n√§chtlichen TukTuk Abenteuer zur√ľckkam. Die Geschichte, schon mehrfach kurz angedeutet, ist es als Horrorabenteuer eines Reisenden wert, nochmals erw√§hnt zu werden. Mein Einsatz zum Wiederbekommen des Koffers:
1.
Geduld, Geduld, Geduld. Die hat der Reisende wohl nie besonders.
2.
t√§glich mindestens zwei Telefonate mit dem lost and found office in Bangkok, die ich zum Gl√ľck mit Hilfe der zum Teil schon genervten Rezeptionistinnen im Bangkoker Hotel f√ľhrte.
3.
einen Tag verl√§ngerten Zwangsurlaub im 16 Dollar-Hotel eines Bangkoker Vorstadt Mollochs. Wer eine kurze Zweiwochenreise macht, f√ľr den sind drei verlorene Tage schon schmerzlich, und auch die 30,- Dollar pro Tag Delay sind dabei dann nur ein Trostpflaster. Zumal auch um die 120,- Dollar zu bekommen, mu√ü sich der Ortsunkundige am riesigen internationalen Flughafen schon gewaltig anstrengen und gut zwei Extrastunden einplanen, um das versteckte, improvisierte lost and found office erstens zu finden und zweitens um den Vorgang abzuwickeln. M√ľ√üig zu sagen, da√ü mir Niemand erkl√§ren konnte, warum der Koffer diese Weltreise gemacht hat.
Dennoch werden mich delays nicht davon abhalten, weiterhin die langen Reisen zu machen. Ich m√∂chte schlie√ülich auch zuk√ľnftig √ľber viele weitere Episoden und Geschichten berichten.


Erstellt: 2015-10-01 20:28:00


LINGA UND PHALLUS KULTE

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Fast alle patriarchalisch gepr√§gten Kulturen kennen sie: die S√§ulen der Welt. Wir finden pr√§historische H√∂hlenzeichnungen mit entsprechenden Abbildungen in Nordspanien, in S√ľdfrankreich und auch in der Sahara. Das alte √Ągypten kennt den Fruchtbarkeitsgott MIN, abgebildet mit erigiertem Glied. In S√ľd√§thiopien werden heute noch Riten gepflegt mit vorangetragenen PHALLUS Abbildungen. Im SHINTOISMUS ist das Honen Fest bekannt mit einer Penis Prozession. Die in Europa siedelnden KELTEN bauten riesengro√üe, bis √ľber zehn Meter hohe Menhire, die uns heute sogar in der Comic Literatur als Hinkelsteine begegnen. Selbst in Deutschland wurde in j√ľngster Zeit, in 2004, ein solcher H√ľnen- (Hinkel-) oder Riesen-Stein gefunden, datiert auf circa 28 Tausend Jahre! Er wird als ¬ĄPhallus von Scheckingen" bezeichnet. Die Griechen pflegten recht fr√∂hliche Fruchtbarkeitsfestgelage, und der Begriff Phallus wurde √ľbernommen in die antike griechisch¬Ėr√∂mische Welt durch den Kult des PRIAPOS.
In einigen L√§ndern gibt es heute noch einen recht lebendigen Phalluskult, so zum Beispiel in BHUTAN, diesem kleinen K√∂nigreich am Himalaya, zwischen Nordindien und Tibet gelegen. Schamlos werden Riesenphalli, oft noch verziert oder in sich ergie√üendem Zustand, auf Hausw√§nde und andere geeignete Fl√§chen gemalt. Beim Hausbau werden h√∂lzerne S√§ulen als Phalli gestaltet. Hier haben wir die S√§ulen der Welt nicht nur sprichw√∂rtlich, sondern zum Greifen nah. Auch als Gebrauchsgegenst√§nde werden in Bhutan Phalli eingesetzt, so als Endst√ľcke f√ľr h√∂lzerne Wasserleitungen, und wasserspeiende Brunnen haben oft einen Phallus als Mundst√ľck.
In Thailand ist dieser Kult nicht mehr ganz so offensichtlich, doch auch hier findet Mann ab und an auf den Touristenm√§rkten noch diverse Phallusfiguren in allen Gr√∂√üen aus Holz, naturfarben, bunt oder mit Schnitzarbeiten versehen. Besondes edle Teile werden aus Elfenbein geschnitzt. Solch ein Teil, circa f√ľnzig cm hoch, ist f√ľr schlappe eintausend Euro erwerbbar. Allerdings, Elfenbein kaufe ich grunds√§tzlich nicht, siehe dazu die Ausf√ľhrungen zum Artenschutz im vierten Band des NORDTHAILANDREPORTERS.
Auch in einigen thail√§ndischen Tempeln werden diese m√§nnlichen Potenz- und Gl√ľcksverst√§rker in kleineren Ausf√ľhrungen angeboten. Gern verdienen sich die Kl√∂ster und Holzschnitzer durch solche Arbeiten ein Zubrot. Die Phalli gibt es im Handwerkerdorf Ban Tawai auch riesengro√ü als h√∂lzerne Tischaufsteller oder als Dekoration f√ľr das Sideboard, ferner als Schl√ľsselanh√§nger, als Bierflaschen¬Ė oder Kronkorken√∂ffner, aber auch en miniature, am G√ľrtel zu tragen.
Kurzum, der Pahlluskult ist eine praktisch weltweite Erscheinung in patriarchalisch gepr√§gten Gesellschaften. Woher aber kommt dieser Kult speziell im buddhistisch gepr√§gten Bhutan und auch in Thailand ? Nachweislich propagierte ein im 15. Jahrhundert u.Z. nach Bhutan aus Indien eingewanderter M√∂nch den Phalluskult als Anschauungsstrategie gegen ein zu s√ľndiges Leben. Ihm zu Ehren wurde ein Tempel errichtet, oft und gern besucht von in- und ausl√§ndischen Paaren, die auf Fertilit√§t und Zeugung hoffen.
Viel √§lter sind bekannte Phallusdarstellungen der hinduistischen Welt. Zu besichtigen sind Steinstelen in Museen, so zum Beispiel in Surin, einer thail√§ndischen Stadt im S√ľdosten des Isaan, nahe der kambodschanischen Grenze gelegen. Auch im Nationalmuseum von Bangkok sind riesige steinernde Phallusgebilde zu bestaunen. Die KMER Kultur, die zeitweise weit ins heutige Thailand hineinragte, war vorwiegend hinduistisch gepr√§gt. Etliche hinduistische Einfl√ľsse in Architektur, bei bildlichen Darstellungen, Gebr√§uchen und Riten sind so auch im heutigen Thailand zu finden. Der h√∂chste Gott Hindu Gott SHIVA wird mit den zum Teil riesigen Phalluss√§ulen in Zusammenhang gebracht; einige arch√§ologische Funde deuten sogar auf einen Phalluskult schon vor der Verehrung von Shiva hin.
Das Wort Phallus selbst kommt aus dem Griechischen, bekannt durch die Feste zu Ehren des Gottes DYONYSOS oder auch PAN, dem Hirtengott. Wir kennen die Abbildungen des PAN mit riesigem Penis, gern als Urlaubs-Postkarte aus Griechenland verschickt.
Im Asiatischen hei√üt der K√∂rperteil einfach LINGA (Zeichen,Symbol) oder LINGHAM (aus dem Sanskrit). Wer sich f√ľr Mehr interessiert, kann sich gern an mich wenden; ich habe recht viel Material zusammengetragen, inklusive einer Fotosammlung aus dem EROTIC GARDEN bei Mae Rim, n√∂rdlich von Chiang Mai und vom Markt der Kunsthandwerker in Ban Tawai.
Der Kopf, im Buddhismus der edelste K√∂rperteil, bleibt frei von schn√∂den individuellen Gedanken an Gl√ľck und Zeugungskraft. An einer Halskette einen Phallusanh√§nger zu tragen, geht gar nicht. Viele Thai M√§nner tragen stattdessen gro√üe Ketten um den Hals mit einer kleinen Buddhafigur, in Glas oder Plastik eingeschmolzen.
Ein kleines Phallus Utensil wird dann eher am G√ľrtel getragen oder auch gern als Schl√ľsselanh√§nger genutzt. Buddha wacht, steht oder sitzt √ľber alle anderen Gedankenwelten. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, da√ü Buddhafiguren im Original oder auch als Replik nicht ausgef√ľhrt werden d√ľrfen. Dieses Problem habe ich mit meiner F√ľnfergeschenkpackung Phalli als geschnitzte, h√∂lzerne Schl√ľsselanh√§nger nicht.

Erstellt: 2015-06-02 14:16:02


ATEMSCHUTZGER√ĄTE

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Mund ¬Ė und Nasenschutz brauchen Chirurgen und Schwestern als Standardausr√ľstung im OP Saal. F√§hrt der Reisende durch Thailand, k√∂nnte er meinen, etliche der Motorbiker k√§men gerade aus dem Krankenhaus und h√§tten nur vergessen, den Mundschutz nach der OP abzunehmen. Aber auf den Stra√üen so viele vergessliche √Ąrzte und Schwestern anzutreffen, da stimmt Etwas nicht.
Dieser kombinierte Mund- und Nasenschutz, industriell aus Papier hergestellt, soll vor Feinstaub und Abgasen sch√ľtzen. Der Smog
ist beträchtlich bei dem enormen Verkehr und den vielen Uralt Vehikeln ohne Abgasfilter. Abgesehen davon, daß es ziemlich affig bis kriminell bei individuell getragenen Schutz Modellen aussieht, wage ich zu bezweifeln, ob diese Maßnahmen gegen industriellen Feinstaub tatsächlich ausreichen.
Ich habe das Gef√ľhl, mich in einer kranken Umgebung zu befinden, wenn ich die Maskenm√§nner und -Frauen sehe. Die Imagination Krankenhaus ist immer sofort da, wer mag schon gern Krankenh√§user.
Wer die Stra√üenarbeiter zum ersten Mal mit den selbstgebastelten Ganzgesichtsmasken sieht, k√∂nnte auch die Assoziation haben: die wollen gleich eine Bank ausrauben. Etwas harmloser sehen die Kombih√ľte der Landbev√∂lkerung aus: Baumwollh√ľte mit Nacken- und Gesichtsschutz, aufgesetzt auch gegen die Hitze.
Wird sich die Feinstaubsituation etwas verbessern, wenn nach und nach die alten Vehikel verschwinden? Es kann noch Jahre dauern, bis alle alten KFZs verschrottet werden; Jeder hegt und pflegt sein Gef√§hrt, solange es eben geht. PKWs mit plus zwanzig Jahren haben nach wie vor einen gro√üen Anteil am Verkehrsaufkommen. Anbetrachts des Wirtschaftswachstums und des fehlenden oder unzureichenden √ĖPNV wird es immer mehr KFZs geben, so da√ü der CO2 Aussto√ü sicherlich eher noch zunehmen wird. Infrastrukturplaner stehen vor gro√üen Herausforderungen in den Ballungsgebieten.
Einen √ĖPNV aus dem Boden zu stampfen, ist sicherlich recht teuer und dauert ebenfalls Jahre, bis entsprechende Ma√ünahmen greifen. Dennoch, vielleicht sind diese Investitionen jetzt noch bezahlbar angesichts der relativ geringen L√∂hne und Fremdarbeiter.
Alternativ gäbe es sicherlich auch die Möglichkeit, Kleinstädte als Dienstleistungsorte zu fördern, um die Ballungsgebiete zu entlasten. Spätestens in einer guten Fahrtstunde ist man außerhalb von Chiang Mai, entweder in den Bergen, oder auf dem flachen Lande. Die Gegensätze sind beachtlich. Die kleinen Dörfer und Ortschaften strahlen eine Behaglichkeit aus, die keine Großstadt bieten kann. Warum nicht die ein oder andere Dienststelle oder einige der vielen Kliniken und Hospitäler hierhin verlegen? Die Fahrtzeiten werden auch nicht länger sein, als die einzurechnenden Stauzeiten im Stadtverkehr. Eine der drei Staats-Universitäten ist diesen Schritt bereits gegangen Auch das vor einigen Jahren neu gebaute Männergefängnis ist nun weit außerhalb der Stadt, während das Frauengefängnis, ehemals im Kern der Altstadt gelegen, sich bereits seit Jahren circa zehn Kilometer ebenfalls außerhalb der Altstadt befindet.
Nicht Jeder kann wie ich flexibel in die Berge oder aufs Land fl√ľchten, wenn er Frischluftzufuhr braucht. Die St√§dte ziehen die Menschen an, √ľberall auf der Welt. Jeder hofft auf Arbeit und Auskommen in der Stadt. Umso bemerkenswerter finde ich die zahlreichen F√∂rderprojekte in Thailand, die der Landbev√∂lkerung die Alternative gibt, nicht in die Stadt ziehen zu m√ľssen, sondern vom Ernteertrag oder vom Schutz der mehr als zehn Nationalparks rund um Chiang Mai leben zu k√∂nnen. W√§hrend Chiang Mai absolut Boomtown ist, mit allen infrastrukurellen Sorgen und N√∂te, ist das Umland noch recht traditionell strukturiert. Das ist ein Spannungsfeld in nicht mehr als einer Fahrstunde Entfernung. Ein Vierjahresplan ab 2015 soll die Gegens√§tze und infrastrukturellen Herausforderungen l√∂sen helfen.
Verschlimmernd in Sachen Smog kommt im Norden hinzu, da√ü die Landbev√∂lkerung traditionell ihre abgeernteten Felder vor Allem im M√§rz abbrennt. Die Feinstaubgrenzwerte werden an manchen Tagen weit √ľberschritten. Manchmal wird dann sogar der Flugverkehr zeitweise eingestellt. D√ľsenjets vertragen keinen Feinstaub, das haben sie mit unseren Lungen gemein. Der normale Tourist bekommt von dieser Belastung kaum Etwas mit, reist er doch √ľberwiegend in den Wintermonaten ins Paradies.
Quo Vadis, bl√ľhende Rose des Nordens, Stadt der Kultur und der Elefanten ?


Erstellt: 2015-05-06 18:46:45


LAND DES L√ĄCHELNS

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Unter diesem Titel trage ich einige Stereotypen und Bekanntheiten √ľber Thailand zusammen. Zuerst: ja, es ist ein Land des L√§chelns, obwohl zunehmend durch Massentourismus das L√§cheln auch schon mal erstarren mag. Mann/Frau kann ja nicht immer l√§cheln bei all dem, was auf sie einstr√∂mt. Und: obiger Titel bezeichnet urspr√ľnglich
n i c h t Thailand! Die Operette gleichen Namens baut hingegen Verbindungen zwischen √Ėsterreich und China auf.
Leider notwendige Randnotiz: diese Operette geh√∂rte auch zum Lieblingsrepertoire des gro√üdeutschen F√ľhrers. W√§hrend der Komponist, Lehar, in dieser Zeit noch recht gut √ľber die Runden kam, wurden die Librettisten entweder verfolgt oder sogar in einem Arbeits-KZ umgebracht. Warum? Sie geh√∂rten nicht dem "Herrenvolk" an.
Die SIAMESISCHEN ZWILLINGE sind der wohl bekannteste Begriff, den man mit Thailand (ehemals Königreich SIAM) in Zusammenhang bringt, obwohl siamesische Zwillinge nicht nur hier vorkommen.
Gleich danach käme wohl das Thema SEXTOURISMUS. Wer lächelt, bekommt nicht nur mehr Trinkgeld. Barladies sind Weltmeister im Lächeln. Das wird von mir noch vertiefender literarisch zu bearbeiten sein.
THAI MASSAGE hat mit verkapptem Sex nichts zu tun. An jeder Stra√üenecke wird mehr oder weniger professionell ab gut zwei ¬Ä aufw√§rts angeboten: Gesichts-, Fu√ü-, Ganzk√∂rpermassage, Manik√ľre und Pedik√ľre. Es gibt spezielle Ausbildungsst√§tten f√ľr Massage und Spa. Auch weibliche H√§ftlinge bekommen als Resozialisierung die M√∂glichkeit, zu Ende ihrer Haft im Women Prisoner Caf√© in der Altstadt von Chiang Mai Massagen f√ľr Jedermann anzubieten. Bei Thai Massagen ist mir das L√§cheln vergangen. Es geht hart, aber wirkungsvoll zur Sache. Es wird gezogen, gezerrt, geklopft. Alle meine Verspannungen sind weg. Nach einem Tag kann ich dann auch wieder l√§cheln.
THAI BOXING (MUAY THAI) gibt es in unterschiedlichen Stilen in Nord und S√ľd, aber immer als anerkannte Sportart. Das erste gro√üe, kommerzielle Boxstation wurde 1945 in Bangkok gebaut. Die Boxer habe ich weniger l√§cheln sehen, eher mit angespannt verzerrten Gesichtern.
Dem wichtigen THAI FOOD soll ein spezieller Artikel gewidmet werden, beim allseits beliebten Essen wird wieder viel gelächelt und gelacht: SANUK, Freude und Spaß haben.
Zunehmend bekannter wird die staatliche Airlines der Thais, die THAI AIRLINES. Mein kurzer Test zwischen Bangkok und Chiang Mai bewies: vorz√ľglich, nicht nur die gro√üe Beinfreiheit der Sitze, sondern auch Service und Aussehen der bildh√ľbschen Stewardessen. F√ľr die Damen: es gibt auch gutaussehende Thai Stewards. Einer sprach mich in lupenreinem Hochdeutsch an, ob er mir helfen k√∂nne beim Verstauen meines Handgep√§cks. Er hatte sein Abitur in einer Kleinstadt in der N√§he von Berlin gemacht. Wer nur 20 Kg Gep√§ck statt 23 Kg hat, der kann auch mit der billigeren Tochter-Airline THAI SMILE fliegen, das L√§cheln gibt es hierbei wieder gratis, Nomen est Omen.
√úberall und immer wird gel√§chelt, wie die Bilder beweisen. Ob im Kindergarten oder ob bei der Arbeit wie hier bei der Erdbeerernte mit 31 Grad C. Hitze im Februar. Auch Skulpturen k√∂nnen l√§cheln. Die Tonfigur freut sich √ľber Spenden f√ľr einen Kindergarten. Be continued, falls mir noch Etwas zum Thema L√§cheln einfallen sollte.

Erstellt: 2015-04-24 08:40:54


KABELSALAT

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Kabelsalat im Kleinen kennt Jeder im eigenen Haushalt. Kabelsalat im Gro√üen kann Jeder in ganz Thailand finden. Elektrokabel werden nicht, wie bei uns √ľblich, in die Erde verbannt, sondern mehr oder weniger elegant von Haus zu Haus als Freilandleitungen gespannt, oft in gef√§hrlicher Kopfn√§he. Auch kleine Trafos und Verteiler sind durchaus kunstvoll schwebend angebracht.
Der un√ľbertroffene Vorteil von Freilandleitungen ist sicherlich, da√ü im Havariefall die Techniker schnell an die Leitungen kommen und somit theoretisch schneller reparieren k√∂nnen. Allerdings ist fraglich, ob es angesichts des Kabelsalates einen Masterplan gibt, der aufzeigt, welche Leitungen welche Geb√§ude mit Strom versorgen.
Stromausf√§lle habe ich mehrmals an verschiedenen Orten erlebt, bis hin zu stundenlanger Dauer. Dabei waren jeweils Gewitter der ausl√∂sende Faktor. Sicherlich ist es f√ľr Blitze ein Leichtes, in die √ľberirdisch verlegte Kabelwelt einzuschlagen.
Eine Zimmervermieterin wollte mich mit der These √ľberzeugen, V√∂gel, die st√§ndig auf den Leitungen s√§√üen, w√ľrden auch zu Stromausf√§llen f√ľhren. Fressen die etwas Kabel ? Oder sind sie so schwergewichtig, da√ü die Kabel zu Boden gehen ?
Den interessantesten Stromausfall habe ich in einem Apartment in Chiang Mai erlebt: nach einem ungeheuren Donnerschlag ging sofort das Licht der Deckenleuchte aus, w√§hrend meine Leselampe noch flackerte, aber nicht ausging und der Wasserwarmbeh√§lter auch noch in Funktion war. Das internet war ebenfalls noch f√ľr einige Minuten erreichbar, bevor die Verbindung zusammenbrach. Es stellte sich heraus, da√ü ein Blitzschlag nur einige wenige Apartments von der Stromversorgung abkoppelte, und in meinem Zimmer mit zwei Z√§hlerkreisen war genau die Nahtstelle. Erst nach einem halben Tag gelang es den Technikern, den Schaden zu reparieren. Nicht ganz ungef√§hrlich sind selbstgebaute Leitungen, oft ohne Isolation, in den kombinierten Dusch - und WC R√§umen von etlichen einfachen und oder √§lteren Guest Houses. Immerhin gibt es zumeist einen Kippschalter zum √Ėffnen beziehungsweise Schlie√üen der Verbindung f√ľr den Durchlauferhitzer. Diesen Schalter bediene ich mit einer Hand, in ein trockenes (!) Handtuch eingewickelt. Beim Duschgebrauch achte ich stets strikt darauf, da√ü der Wasserstrahl nicht auf die E Leitungen zielt. Ich lese jeden Tag die News Schlagzeilen in Thailand, auf englisch. Erstaunlicherweise habe ich noch nie eine Nachricht wie folgt vernommen: Farang killed by electro chock in bathroom. Vielleicht sind wir Deutschen einfach zu √§ngstlich, siehe auch den Artikel zu GERMAN ANGST.

Erstellt: 2015-04-04 00:19:08


VON DICKH√ĄUTERN UND ANDEREM GETIER

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Bevor es ins Elefanten Camp ging, hatte ich bereits vielfältige Begegnungen mit diesen hochverehrten Tieren in Chiang-Mai.
Keine Angst, sie laufen nicht frei in den Straßen herum. Das wäre allerdings eine Überlegung wert, um den maßlosen Verkehr zu entschleunigen. Auf der anderen Seite: stellt Euch mal Elefanten
mit Smog-Gesichtsschutzmasken vor. Die br√§uchten Riesent√ľcher. Nun ja, nicht alle meine Ideen sind praktikabel. Sonst w√§r ich schon l√§ngst Million√§r.
Nein, diese Tiere sind hier in vielf√§ltigster Form in Stein und Holz verewigt, vor allem auf diversen Tempelarealen. Ferner dienen sie als Design-Vorlagen f√ľr viele kunsthandwerklichen Erzeugnisse, bis hin zum PINK ELEPHANT. Welche Bedeutung diesen Tieren in Nordthailand zukommt, l√§√üt sich unter anderem daran erkennen, da√ü sich ein WAT in Chiang Mai speziell den Elefanten widmet: die Elefantenskulpturen verzieren Eing√§nge und sind als wichtige ¬ĄBesch√ľtzer¬ď und W√§chter bei speziellen Monumenten eingesetzt. Sie haben alle m√∂glichen Formen, Gr√∂√üen und Verzierungen. Dort war fr√ľher der k√∂nigliche Elefantenstall. Mitten in der Altstadt, in dem gro√üen WAT CHEDI LUANG mit der buddhistischen Universit√§t, ist der gr√∂√üte CHEDI (Gedenkmonument) der LanNa Kultur zu finden. Nicht verwunderlich: riesige steinerne Elefanten sind Verzierungen des riesigen Bauwerkes.
Das ehemalige Stadttor im Norden ist dem weißen, königlichen Elefanten gewidmet. Nicht umsonst zogen die LaNa-Könige gerade durch dieses Tor in die Stadt, das sollte ihnen Kraft und eine gute Zukunft geben. Es ist wohl Schicksal, daß ich ausgerechnet in Nähe dieses Stadttores logierte, unbewußt und ungeplant.
Ein sehr sch√∂ner, gro√üer Elefant aus Stein steht am WAT Eingang gegen√ľber meiner ersten Schreibstube, dem Restaurant Bon Ca Va: ganz in schwarz, mit langen elfenbeinfarbenen Hauern, abstehenden Ohren, Luft zu f√§chernd, ist ja auch sehr hei√ü hier. Der schwarze Elefant tr√§gt einen prachtvollen √úberhang und einen sehr sch√∂nen Kopfschmuck. Er ist das Symbol des Kriegselefanten. Neben den steinernen und h√∂lzernen gibt es noch tausende von wildlebenden Elefanten im h√ľgeligen Dschungel des Nordens. Circa zwanzig Prozent des Tierbestandes sollen in pflegenden Einrichtungen leben. Damit sind keine Behinderten- oder Altersheime gemeint, sondern es sind die Dschungel Camps, in denen auf privatem Gel√§nde kleine Herden von bis zu zehn Tieren mehr oder minder gehegt und gepflegt werden. Es gibt sogar spezielle Elefantenkliniken.
Ich wurde von meinem Vermieter in ein Camp vermittelt, wo auch zwei Baby Tiere leben. Dort angekommen, wurden zwei Gruppen von je zehn Besuchern wie folgt eingeteilt: die eine Gruppe zog mit Buschmessern los, um Bananenstauden zu schlagen, die andere Gruppe k√ľmmerte sich um Tierpflege wie Abschrubben der Tiere, Kot entsorgen und anderes mehr. Ich bin leider nicht dem Futter-J√§ger -Trupp zugewiesen worden, sondern der Kot-Gruppe. Das war nicht tragisch, es war ja nur f√ľr kurze Zeit. Hauptsache, Du kannst Dich in der N√§he der Tiere aufhalten.
Nach getaner Arbeit und bester Einweisung als Elefantenf√ľhrer ging es los mit dem Elefantenritt √ľber h√ľgeliges Gel√§nde und im Flu√ü entlang zu eine Vertiefung, wo Elefanten und ihr Trupp gemeinsam
planschen und baden k√∂nnen. Erwachsene werden bei den Tieren wieder zu Kindern...Es ist wie eine Beruhigungstherapie, mit diesen Tieren zusammen zu sein. Sie haben ein langes Leben, ein bestes Ged√§chtnis, viel Geduld , strahlen eine elementare Ruhe aus und sind dank ihrer Intelligenz √§u√üerst lernf√§hig. Kleine Musikst√ľcke zu spielen, Malen und anderes mehr bringen sie ohne Weiteres zustande. Obwohl ich nicht wei√ü, ob diese Art von Dressur gut oder schlecht f√ľr die Tiere ist. Insgesamt gesehen, ist der asiatische Elefant friedfertiger als seine gro√üen afrikanischen Verwandten. vielleicht liegt es auch daran, da√ü die Dickh√§uter in Thailand nicht illegal gejagt und zu tausenden abgeschlachtet werden, um an das begehrte Elfenbein zu kommen.
Was gibt es sonst f√ľr Tiere? Affen, Schlangen und Insekten gibt es in dauerhaften Ausstellungen. Allerdings, Schlangen habe ich selbst nur gesehen zum Einen auf dem Fahrradtrip: erst liquidiert auf der Stra√üe per Autoreifen, und dann ausgetrocknet auf dem Asphalt liegend, zum Anderen aus dem Auto heraus, wenn sie versuchen, vor diesen zu fliehen. Zur Beruhigung der Reisenden kann ich sagen, da√ü es hier nicht gerade von Schlangen wimmelt, sie treten nur vereinzelt auf, siehe den Artikel SNAKE.
Die Affendressurshow habe ich nicht besichtigt, daf√ľr die Tiger Show. √úber diese Show, Tiger Kingdom genannt, hatte ich bereits berichtet. Einen Zoo mit einem etwas anderem Konzept gibt es auch in Chiang Mai, dar√ľber habe ich im zweiten Band des NORDTHAILAND REPORTERS bereits geschrieben.
Im Stadtmuseum war eine Ausstellung √ľber einheimische V√∂gel zu sehen. Eine wahrlich exotische, bunte Pracht war das. Nicht Jeder wei√ü, da√ü Thailand enes der artenreichsten L√§nder der Welt ist.
Ein Schulprojekt zeigte Kinderzeichnungen und -Exkursionen unter dem Motto: EIN K√ĄFIG IST KEIN HEIM. Das hat mir besonders gefallen.
Wer läßt sich schon gern einsperren, in Thailand, dem Land der Freien.
Uns Hundefreunden wird ein besonderes Kapitel interessieren: Klosterasyl f√ľr Hunde. Hunden kommt historisch bedingt eine besondere Rolle in Chiang Mai zu. Dazu sp√§ter mehr im Band √ľber Mythen und M√§rchen. Und zu meinem Pfeiffer mit 3 f und einem Ei dazwischen, die Feuerzangenbowlenkultgeschichte l√§√üt gr√ľ√üen, gibt es auch Einiges zu lesen, im Band zwei unter NIGHT LIFE.
Der historische BUDDHA hielt sich gern und oftim Wald mit vielen Tieren auf. Seine Erleuchtung fand statt in der Natur, unter einem Baum. Tiere und Natur sind somit im Buddhismus fest verankert, ebenso wie fr√ľhere animistische Glaubenseinfl√ľsse.

Erstellt: 2015-03-27 14:13:24


THAILAND LARGEST OF THE WORLD

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Das größte Vorurteil, bedingt durch den Sextourismus, besteht wohl darin, daß vermutet wird, hier wimmelt es nur so von leichten Mädchen, Barladies genannt. Mit der folgenden simplen Aufzählung von "Rekorden" wird deutlich: das Land hat mehr zu bieten, denn Thaiand hat...
den größten goldenen Buddha
die weltweit gl√ľcklichsten Menschen laut Gl√ľcksbarometer
die größte Dichte an Tempeln in einer Altstadt (in Chiang Mai)
die größte Krokodil-Farm
den größten (und einzigartigen) Erotic Garden, seit Januar 2015
das gr√∂√üte Restaurant (In Bangkok, f√ľr f√ľnf Tausend Personen)
das größte Hotel
das größte jemals gefangene Krokodil (6 m lang, 1.114 kg Gewicht)
die höchste buddhistische STUPA ( 172 m in Nakhon Pathom )
den längste Zeit regierenden Monarchen, König RAMA IX. (seit 1946)
die l√§ngste Einzelspann-Br√ľcke
den längsten Fisch (12 m, whale shark)
die längste Holzversteinerung ( 72,25 m, in Nakhon Ratchas )
den l√§ngsten Ortsnamen (der urspr√ľngliche Name f√ľr Bangkok)
die meisten von einem Monarchen initiierten Entwicklungs-Projekte
die beste Luft von 28 Touristengroßstädten in Bangkok
den bedauerlicherweise schlimmsten Monsum (1983, 10.000 Tote)
Dar√ľber hinaus ist Thailand Weltmeister - im Reis-Export und wohl auch in der Reis-Produktion.
Selbst falls der ein - oder andere Rekord durch andere Nationen zwischenzeitlich √ľbertroffen worden sein sollte, so wird doch deutlich: Thailand hat viele Facetten. Vielleicht begibt sich der Ein oder Andere nunmehr selbst auf die Suche nach neuen Rekorden im Lande.




Erstellt: 2015-01-01 23:10:40