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CHIANG MAI - DIE HEIMLICHE HAUPTSTADT

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Vielleicht ist diese Titulierung etwas √ľbertrieben, denn Bangkok ist doch um Dimensionen gr√∂√üer und als K√∂nigsstadt das absolute Zentrum. Ferner ist Bangkok Sitz s√§mtlicher zentraler Regierungs - und Verwaltungsorgane.
Und dennoch, Chiang Mai wird inzwischen als d i e Kulturhauptstadt bewertet und als die inzwischen wohl beliebteste Touristenstadt in S√ľdostasien.
Dieser Bedeutung angemessen, sollen hier wesentliche Kriterien, durchaus auch kritische, herausgestellt werden, die aufzeigen, welch eine Dynamik die größte Stadt im Norden Thailands und gleichzeitig wohl zweitgrößte Stadt im Staate mit geschätzten bis zu 350.000 Einwohner hat. Der gesamte Verwaltungsbezirk umfaßt circa 2 Mio Einwohner.
F√ľr interessierte Reisende und Besucher sind im Band 2 des Nordthailand Reporters bereits etliche, literarisch verpackte Einzelheiten zu dieser Stadt zusammengetragen worden, zu beziehen als ebook im k-shop.

Erstellt: 2016-01-31 17:16:41


ROSE DES NORDENS - EINE EINF√úHRUNG

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So nennt sie sich, die mit gesch√§tzten bis zu 350.000 Einwohnern gr√∂√üte Stadt im Norden und damit auch zweitgr√∂√üte Stadt in Thailand: CHIANG MAI. Die genaue Einwohnerschaft wei√ü wohl niemand, da die Stadt sich unaufh√∂rlich entlang der Hi Ways ins Umland fri√üt. Ihrem Namen wird die Stadt heute noch gerecht: Chiang Mai hei√üt √ľbersetzt: Neustadt. Inzwischen sind die neu entstandenen Au√üenbezirke und die unz√§hligen, abgeschirmten Neubau-Einfamilienhaus-Siedungen (Villages), sich an den Hi Ways entlang sich ins Land fressend, eine Symbiose eingegangen mit den kleinen D√∂rfern und urspr√ľnglichen Siedlungen rund um die Altstadt. Es entstand eine eigenartige Mischung von Alt und Neu in direkter Nachbarschaft.
Die Rosen und andere farbenpr√§chtige Pflanzen entdeckt der Reisende nicht sofort, er mu√ü sich daf√ľr schon aktiv auf die Suche begeben, oder Anfang Februar die Stadt zum FLOWER FESTIVAL besuchen.
Dazu später, denn zunächst braucht der Besucher erst einmal eine grobe Orientierung, um sich in dieser geschäftigen, in den letzten zwanzig Jahren so schnell gewachsenen und ausufernden Großstadt zurechtzufinden.
Dabei wird hier kein praktischer Reisef√ľhrer geboten; den gibt es in jeder Buchhandlung. Auch in den zum Teil gut gemachten Internet Portalen gibt es praktische Hinweise f√ľr Touristen. Vielmehr sollen meine Beitr√§ge immer wieder Anregungen zum selber Entdecken geben.
Die normale Anreise nach Chiang Mai erfolgt via preisg√ľnstigem Flug von Bangkok aus oder auch von internationalen Flugh√§fen aus anderen asiatischen Staaten. Der Flughafen ist √ľberschaubar, der Reisende findet sich recht schnell zurecht. Mit Sammeltaxen kommt er am G√ľnstigsten zu seiner Unterkunft; entsprechende Schalter sind im Ankunftsbereich leicht zu finden.
Die Anreise mit modernen, klimatisierten Fernbussen aus Bangkok empfiehlt sich aus Zeitgr√ľnden nur, wenn Zwischenstopps in anderen St√§dten geplant sind. Die First Class Luxusbusse muten im Innern wie im Flugzeug sitzend an; die Fahrgastbetreuerin hat das Outfit einer Stewardess. Die diese Linie betreibende Firma ist dann auch - eine Airline. Etwas billiger geht das reisen mit Bussen in Normalausstattung.
Die Zugverbindung, selbst zumindest im Norden noch nicht ausprobiert, soll noch langwieriger und nicht besonders bequem sein. Die Strecke, zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter Leitung eines deutschen Ingenieurs m√ľhsam durch den Dschungel f√ľhrend errichtet, wurde nicht immer ausreichend modernisiert. Das schreckt echte Eisenbahnfans sicherlich nicht ab, zumal der geringe Preis und der direkte Kontakt zu Einheimischen w√§hrend der Fahrt verlockend ist.
Chiang Mai hei√üt √ľbersetzt Neustadt. Die Stadt wurde praktisch rei√übrettartig, fast quadratisch mit circa 2000 m mal 2000 m angelegt zu Ende des 13. Jahrhunderts. Als Stadtgr√ľnder gilt der erste bedeutende LanNa - K√∂nig MENG RAI; die etwas √§ltere Stadt Chiang Rai, ebenfalls von ihm gegr√ľndet und nord√∂stlich von Chiang Mai gelegen, tr√§gt heute noch seinen Namen. LanNa bedeutet Land der 10 x 100 Tausend Reisfelder.
Mitten in der zum Teil noch von der erkennbaren, j√ľngeren Stadtmauer aus gebrannten Ziegelsteinen und der vom Stadtgraben umgebenen Altstadt steht ein gro√ües Denkmal mit drei Statuen vor einem ehemaligen im Kolonialstil erbauten Stadtpalast, jetzt Teil eines Museumkomplexes. Die Statuen stellen in idealisierender Form drei benachbarte regionale K√∂nige dar, zur Zeit der Stadtgr√ľndung von Chiang Mai. Damals gab es zumindest diese drei Reiche im Norden des heutigen Thailands, mit √úberlappungen ins jetzige Laos und nach Myanmar, fr√ľher Burma, hineinreichend. Das Denkmal stellt die K√∂nige in Einigkeit und Gleichrangigkeit dar, praktisch als gute Nachbarn. Die √úberlieferung sagt, da√ü dem K√∂nig MENG RAI die beiden anderen Herrscher bei der Gr√ľndung der Stadt mit Rat und Tat zu Seite standen. Die erst in neuester Zeit errichteten Skulpturen sollen ein vereintes, sich aus unterschiedlichen Gruppierungen und Teilen zusammengesetztes Land symbolisieren. Nun ja, B√ľndnisse halten nicht immer, und so wurden aus guten Nachbarn durchaus auch Gegner. Das ist in der Geschichte der K√∂nigreiche LanNa und Sukhothai nachzulesen.
Der 2014 restaurierte Platz mit den drei K√∂nigen ist wohl der sch√∂nste Platz in der Altstadt neben den Freifl√§chen in den vielen Tempelanlagen; er ist f√ľr Touristen ein guter Orientierungspunkt.
Sehenswert von außen und innen sind die drei restaurierten Museumsgebäude des Ensembles.
Ansonsten ist die Altstadt gepr√§gt durch die √ľber sechzig im Mittelalter errichteten und weiteren neueren WATs ( Tempel- und Klosteranlagen ) unterschiedlichster Gr√∂√üe und Bedeutung. Au√üerhalb der Altstadt gibt es weitere WATs, so da√ü die Stadt insgesamt auf √ľber 200, manche sagen auch auf √ľber 300 Anlagen, kommt. Das d√ľrfte Weltrekord sein, bezogen auf die Einwohnerschaft. Jedes WAT ist einmalig in seiner Art und Ausstattung. Die gepflegten Geb√§ude in zumeist park√§hnlichen Anlagen k√∂nnen als Ruhepole genutzt werden, um dem stickigen, lauten Verkehr zu entkommen. Dar√ľber hinaus sind sie begehrte Fotoobjekte, denn jede Anlage ist ein Kunstwerk in sich. Hinweisschilder, in Englisch, Chinesisch und Japanisch weisen darauf hin, da√ü es sich um religi√∂se St√§tten handelt. Angemessene Bekleidung wird erw√ľnscht; leider nicht immer halten sich die Touristen daran.
Chiang Mai ist auch die Stadt der Elefanten, dieser verehrten und heiligen Tiere. Praktisch an allen Stellen begegnet man Statuen in unterschiedlichsten Formen und Materialien. Besonders häufig sind die Skulpturen zu finden in Tempelanlagen, in den Parks, und in Natura außerhalb der Stadt in den Elefanten Camps.
Die weiteren Perlen der Altstadt sind eher versteckte Gebäude, die als Boutique Guest Houses und Nobelrestaurants gern genutzt werden. Wer will, kann zum Beispiel das ANTIQUE HOUSE in der Charoen Prathey Road aufsuchen oder das Nobelhotel mit Restaurant TAMARIND, benannt nach einer Baumfrucht.
Noch vor gut 70 Jahren sollen die meisten Gebäude der Altstadt aus traditionellen Holzhäusern bestanden haben. Davon ist jetzt nicht mehr viel zu sehen; fast alle Bauten sind flache bis dreistöckige, nicht gerade schön anzusehende Zweckbauten.
Chiang Mai ist eine Hochburg der Rucksacktouristen, Backpackers, die von hier aus ein - oder mehrt√§gige Ausfl√ľge in die Umgebung unternehmen. Gerade unsere Winterzeit ist hier mit Temperaturen von tags√ľber zumeist um die 30 Grad C. als Urlaubszeit besonders beliebt.
Tiger Kingdom, Elefantencamps, Schlangenfarmen, Affenshows, Insekten - und Orchideenfarmen, Wildwassserfahrten, Dschungel - Trekkingtouren, unz√§hlige Wunder der Natur wie Wasserf√§lle, hei√üe Quellen, Thermalb√§der und andere Attraktionen sind nicht weit entfernt zu besuchen beziehungsweise zu unternehmen. Ebenfalls beliebt sind Gel√§ndefahrten mit Quads, Motorr√§dern oder Jeeps sowie die Ausfl√ľge zu den ethnisch unterschiedlichsten Bergst√§mmen ( Hill Tribes ). In jedem Guest House und vielen Ladengesch√§ften der Altstadt werden organisierte Trips, nicht immer billig, angeboten.
Interessant können ferner Besuche von Thai Kochschulen, das Erlernen der verschiedenen Thai Massagen, morgendliche Radtouren in der Stadt oder ausgiebiges Genießen der unterschiedlichen Spa Refugien sein.
Die n√§chtliche Szenerie ist gepr√§gt durch den bei Touristen beliebten allabendlichen NIGHT MARKET gr√∂√üten Ausma√ües am Rande der Altstadt s√ľd√∂stlich gelegen sowie durch diverse Shows und auch Erotikangebote. Die Dienste von Escort - und Barladies sowie auch von Ladyboys sollen nahebei zu haben sein.
Gut zu erreichen auf den nahen Bergen, sozusagen ein MUSS, ist die buddhistische Klosteranlage DOI SUTHEP aus dem 14. Jahrhundert n.Chr. Am Besten ist, sich zum Zoo fahren zu lassen; dort stehen immer gen√ľgend red cars ( offene Sammeltaxen ), die die Touristen die kurvige Strecke hinauf und auch wieder hinabfahren.
Der etwas andere ZOO selbst ist ebenfalls einen Besuch wert, mit riesigem begehbaren Aquarium, Freizeitangeboten, kleinen Restaurants, Spielpl√§tzen f√ľr Kinder und mit vom eigenen PKW befahrbaren Wegen. √úbrigens, das einzige Mal, da√ü bisher Jemand meinen internationalen F√ľhrerschein sehen wollte, war bei der Einfahrt zum Zoos. Warum, das hat sich mir nicht erschlossen.
Ein weiteres MUSS ist ein Besuch des Nationalparks mit dem h√∂chsten Berg Thailands, DOI INTHANON, knapp 2.600 m √ľNN. hoch; circa zwei Autostunden von Chiang Mai entfernt, in s√ľdwestlicher Richtung. Dort k√∂nnte sich der Naturliebhaber tagelang in freier Natur aufhalten; allein die zahlreichen Wasserf√§lle werden Jeden in Entz√ľcken versetzen, sollte er das jeweilige Eintrittsgeld pro Person und PKW nicht scheuen.
√úber die Institution NIGHT SAFARI kann sich sich Jeder selbst ein Bild machen. Auf meiner Empfehlungsliste steht sie nicht.
Begeistert hingegen hat mich der mit f√ľnf Quadratkilometern riesige ROYAL PARK RAJAPRUEK mit g√ľnstigem Eintritt, mit √ľber 700 verschiedenen Pflanzen und diversen L√§nderpavillons, in Flughafenn√§he gelegen. Allein die Anlage des Orchideenwaldes ist umwerfend, und endlich gibt es im botanischen Garten die Rose(n) des Nordens zu sehen. N√§heres siehe in meinem Artikel: "PLANTEN UND BLOOMEN AUCH IN CHIANG MAI" im ersten Band des NORDTHAILAND REPORTERS.
Weitere Rosen gibt es ausreichend im Rosengarten SUAN SUWAREE als Teil des sch√∂nen Parks eines k√∂niglichen Palastes, nahe DOI SUTHEP in den Bergen gelegen ( www.bhubingpalace.org ). Siehe hierzu auch den Beitrag: G√ĄRTEN UND PARKANLAGEN. Dann sind die Rosen noch zu finden auf dem jeweils Anfang Februar stattfindenden FLOWER FESTIVAL, siehe den entsprechenden Beitrag. Hierbei werden die Blumen auch eingeflochten in die Haartracht der von den Muttis liebevoll herausgeputzten kleinen Prinzessinnen, auf dem Gruppenbild zu sehen.
Im Band 4 des NORDTHAILAND REPORTERS werden wir noch einer ganz besonderen Rose auf einer Landpartie begegnen.
Die etwas profaneren Seiten der Stadt werden im Folgenden zu betrachten sein.





Erstellt: 2016-01-30 19:31:50
Link-, Medien- und Literaturverweise:
www.bhubingpalace.org