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GUT ZU WISSEN.

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Unter dieser Rubrik erscheinen wesentliche Informationen, die f√ľr eine Reise nach oder f√ľr einen l√§ngeren Aufenthalt in (Nord-) Thailand wichtig sein k√∂nnen. Dieser Blog ist allerdings kein Reisef√ľhrer oder Ratgeber f√ľr alle Lebenslagen. Daf√ľr gibt es im Internet gen√ľgend andere Portale, Blogs und Sites.

So ist eine k√§uflich zu erwerbende Sammlung von entsprechenden website- Ver√∂ffentlichungen unter Band 1 dieser Rubrik im k-shop zu finden, die einen √úberblick f√ľr den an Thailand Interessierten gibt. Die einzeln aufgef√ľhrten websites sind mit Kurzkommentaren versehen. Es mu√ü nicht mehr lange im internet nach aussagef√§higen Thailandseiten gesucht werden; das habe ich f√ľr den Interessierten nun bereits getan.

Im vorliegenden Band 2 sind wichtige FACTS and FIGURES zusammen getragen worden, die alle auf diesem blog freigeschaltet sind.
Im k-shop unter Band 2 der Reihe Gut zu Wissen ist ferner ein Englisch-Deutsches W√∂rterbuch mit verwandten Begriffen zu erwerben. Einmal Vokabel lernen, und sich gleichzeitig den Wortschatz zweier Sprachen zu erarbeiten, das ist insbesondere f√ľr englisch und deutsch lernende Ausl√§nder interessant.

Im Band 3 sind Thailands Largest of the World zu finden, so unter anderem der größte Buddha.

Band 4 beschäftigt sich mit der thailändischen Lebensart und den unterschiedlichsten menschlichen Gruppierungen im Vielvölkerstaat.

Band 5 zeigt die Bedeutung von Chiang Mai f√ľr den Norden auf, w√§hrend die Folgeb√§nde thematisch noch offen sind.

Alle Informationen von Gut zu Wissen werden ständig aktuell gehalten und ergänzt.


FACTS AND FIGURES

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Bevor eine Reise ansteht, sollte der Reisende sicherlich zumindest einmal in eine L√§nderkunde schauen, um die wichtigsten Daten √ľber Land und Leute zu kennen.
Dazu gibt es von mir nunmehr eine Sammlung √ľber wissenswerte Fakten √ľber Thailand, die st√§ndig - von A bis Z - erweitert und aktualisiert wird.
Einzelne Themen werden, wenn umfangreiches Material zur Verf√ľgung steht, dann auch in jeweils einem speziellen ebook zusammengefa√üt.

HINWEIS :
Als Band 2 der Reihe: -Gut zu wissen- erscheint im k-shop ein englisch-deutsches Wörterbuch, das ausschließlich in beiden Sprachen verwandte Wörter erhält, inklusive der vielen Lehnswörter insbesondere aus dem Lateinischen und Griechischen. Somit ist leicht ein zweisprachiger Wortschatz aufbaubar, der einen großen Teil des gängigsten Vokabulars abdeckt.
Die Idee zu dem W√∂rterbuch kam mir, da ich oft im Ausland unterwegs praktisch nur englisch spreche, mit unterschiedlichsten Menschen aus etlichen Nationalit√§ten. F√ľr diese Zielgruppe gilt: nur einmal Vokabeln lernen mithilfe dieses W√∂rterbuches, auf die unterschiedliche Aussprache achten, und schon ist ein gutes Ma√ü an Verst√§ndigung auch im Deutschen erreichbar.
Zu beziehen ist dieses n√ľtzliche Werk, wie alle anderen ebooks auch, im k-shop, siehe √úbersichtsleiste links auf der website
Auch hier gilt: Erg√§nzungen, Anregungen und W√ľnsche werden gern ber√ľcksichtigt.



FACT and FIGURES, von A bis Z:



AIDS
s. unter HIV


AIRCON(DITION)
aircondition ist f√ľr uns Westler bei √úbernachtungen zumindest im Sommer ein MUSS. In der Hauptreisesaison Dezember, Januar und Februar kommen wir mit einem fan (Ventilator) zumeist aus.
ACHTUNG: viele Guest Houses verlangen f√ľr aircondition einen Preisaufschlag, den man sich im Winter sparen kann.


ATM
Automatic Teller System, zu Deutsch: Geldautomaten, gibt es praktisch an jeder Straßenecke, auch in abgelegenen Ortschaften,
in den schönsten bunten Farben, je nach Hausfarbe der Bank.
So kann sich der Reisende problemlos via Kreditkarte mit Bargeld eindecken. Allerdings fallen Geb√ľhren pro Abbuchung auch in
Thailand an, z.Z. 220,- BATH (Stand: 03.2018). Der Umtauschkurs ist f√ľr uns ung√ľnstiger als der Umtausch von Euro-Bargeld in einer Wechselstube (!)
ACHTUNG: DIE MEISTEN KREDITKARTEN BERECHNEN AUSLANDSGEB√úHREN von
+1 Prozent. Alternativen: DKB und Advanzia Bank. Diese Karten werden zudem ohne Jahresgeb√ľhr ausgegeben. Am Ende der Rubrik: √úBER DIESEN BLOG kann eine der kostenlosen Karten bestellt werden.
Zum Thema ATM siehe auch den gleichnamigen Artikel im ebook Band 1 des NORDTHAILAND REPORTERS.


ANREISE
Um nach Nordthailand vom westlichen Ausland aus zu gelangen, mu√ü der Reisende praktisch immer √ľber Bangkok (BKK) fliegen. Von jedem der beiden Flugh√§fen in Bangkok geht es dann weiter nach Chiang Mai oder Chiang Rai. Das Gep√§ck wird durchgecheckt, wenn man durchbucht. Ein Weg, an g√ľnstige Fl√ľge zu kommen, ist der Blick in Flugb√∂rsen wie www.billigfluege.de, www.flug.de oder www.fluege.de.
Die z.Z. g√ľnstigsten Flugverbindungen von Berlin nach Bangkok und zur√ľck habe ich bei eurowings und auch schon mal bei der aeroflot gefunden.


AUSFL√úGE
Chiang Mai ist der ideale Ort f√ľr g√ľnstige √úbernachtungen in einem der vielen Guest Houses in der Altstadt. Von hier aus sind etliche organisierte Tagestouren zu den unterschiedlichsten Attraktionen m√∂glich. Trecking, Eagle Flight, Quad und Bike fahren sind eher etwas f√ľr die J√ľngeren; Radausfl√ľge aufs platte Land, Besuche der Orchideen- und Insektenfarmen, Schlangen- und Affenshows eher familienorientiert. Zum bei Touristen beliebten, aber aus Tierschutzgr√ľnden heftig umstrittenen Tiger Kingdom, siehe deren website. Zum Tiger Kongdom gibt es einen Artikel von mir im ebook Band 1 des NORDTHAILAND REPORTERS.
Gern empfehle ich hingegen den Ausflug zu einem kleinen Freiluftmuseum mit Caf√©, von einem Kanadier gegr√ľndet, das aufzeigt, wie aus Elefanten-und Bullen-Shit Papier hergestellt werden kann. Nicht nur Kinder k√∂nnen bei der Papierproduktion mitmachen, www.elephantpoopoo.com


BARLADIES
Die etwas verharmlosende Bezeichnung umschreibt Liebesdienerinnen aller Kategorien. Nach offiziellen Angaben gibt es circa 300 Tsd. Frauen und M√§dchen, die in diesem Gewerbe t√§tig sind. Andere Sch√§tzungen nennen bis zu 3 Millionen(!) Betroffene. Zumeist sind es M√§dchen aus √§rmeren l√§ndlichen Regionen, die in die Zentren des Tourismus und gro√üen St√§dte streben. Mit ihrem Verdienst in den Touristenhochburgen k√∂nnen sie normalerweise durchaus die gesamte zur√ľckgebliebene Familie ern√§hren. Seit Neuestem ist zu beobachten, da√ü auch Liebesdienerinnen aus russischsprachigen L√§ndern zu haben sind. Diese sind zum Teil illegal und abh√§ngig t√§tig. Eine polizeiliche Aushebung in Pattaya 2016 brachte mafi√∂se Strukturen ans Tageslicht.


BANGKOK
urspr√ľngliche Namensbedeutung: Dorf im Pflaumengarten, auch als Stadt der Engel bezeichnet. Sie ist die thail√§ndische Metropole mit wahrscheinlich nicht mehr z√§hlbarer Einwohnerschaft. Neun Mio Einwohner im Umkreis oder sogar mehr? Weitere Merkmale: kaum √ĖPNV, Verkehrs Chaos, Smog, aber auch unwiderstehlich grandiose historische Bauwerke, Kunstsch√§tze und Einkaufs-El-Dorado.
Siehe auch unter Thailand Largest of the World, Band 3 dieser Reihe.


BANGKOK HILTON
ist nicht die Bezeichnung eines Nobelhotels der Hilton Kette, sondern der international bekannte Spitzname des gr√∂√üten und am besten abgesicherten Gef√§ngnisses in Thailand. Es ist das einzige Gef√§ngnis, in welchem bis 2009 die Todesstrafe landesweit vollstreckt wurde. √úber diesen sicherlich nicht angenehmen Ort gibt es einige B√ľcher, von Insidern, sowohl ehemaligen Insassen, als auch von Vollzugsbeamten, geschrieben. N√§heres auf Anfrage.


Bettelei
von Einzelpersonen habe ich im Norden Thailands √ľber Jahre erst zweimal gesehen. Jeder Thai hat zumindest entweder einen eigenen Garten zur Grundversorgung, oder Verwandte helfen in Notlagen mit dem N√∂tigsten. Die immerw√§hrende M√∂glichkeit der Versorgung mit kostenlosen bis billigen Lebensmitteln erlaubt es, da√ü Viele mit Besch√§ftigungen auf Randexistenzniveau auskommen. wenn Nichts mehr hilft, dann hilft das rundum √ľbliche Borge-System unter Freunden und Verwandten mit Nichtr√ľckgabe-Option.


BETTELM√ĖNCHE
Eine andere Geschichte ist die t√§gliche Versorgung der M√∂nche mit Grundnahrungsmitteln durch die Bev√∂lkerung. Die buddhistischen Theravada M√∂nche bilden praktisch einen Bettelorden. Die Kl√∂ster und Tempel werden selbstverwaltet und von den Kommunen und/oder G√∂nnern so gut es geht unterst√ľtzt. Entsprechend gibt es √§rmere und reichere Tempel. Gro√üz√ľgige Geber erhalten durchaus eine Gedenktafel im Tempel und auf Wunsch auch ein Beinhaus nach Bestattung.


BODY CHECK
nicht am Flughafen, sondern einen kompletten medizinischen Check, quasi eine Vorsorge - Untersuchung, bekommt man f√ľr gut 200,- ¬Ä an der medizinischen Universit√§tsklinik in Chiang Mai innerhalb von circa vier Stunden.
Je nach Alter und Wunsch gibt es verschiedene Module an Untersuchungen, auch mit HIV-und Hepatitis-Test. Je nach Umfang gestaltet sich dann der Preis.
Zum Schluß bekommt jeder Patient einen entsprechenden Health Report mit den einzelnen Untersuchungsergebnissen.
Die vorwiegend j√ľngeren √Ąrzte haben zumeist im Ausland studiert und sprechen bestens englisch, auch die Empfangsschwester spricht englisch.
Ich bin sehr √ľberzeugt von diesem Modell.
www.sriphat.med.cmu.ac.th; Tel. 0-5394-6900-1


BEV√ĖLKERUNG
nach letzten Z√§hlungen, etliche Jahre zur√ľckliegend, und neueren Sch√§tzungen:
circa 70 Mio Einwohner, davon:
75 % Thai
14 % chinesischer Abstammung (insbes. in BKK und im Norden)
11 % andere Ethnien, u.a. circa bis zu einer Million Angehörige von Bergvölkern (Hill Tribes).
Die aktuelle Wohnbev√∂lkerung d√ľrfte mehr umfassen, da es viele Wander- und Gastarbeiter aus Myanmar, Laos und Kambodscha gibt, davon viele illegal Besch√§ftigte. Die Dunkelziffer bewegt sich um die 800.000 Personen. Auch die Expats aus westlichen L√§ndern stellen eine inzwischen zahlenm√§ssig grosse Gruppe dar.


BUDDHISMUS
Circa 95 % der Einwohner sind Buddhisten. Damit ist der Buddhismus praktisch Staatsreligion, wenn auch offiziell nicht so bezeichnet. Der König ist oberster Schutzherr des (Theravada-) Buddhismus. Einzelheiten siehe im Band 8 des Nordthailand Reporters.


BUDDHA HOCHZEIT
Beliebt ist bei gemischten Paaren diese Art von religi√∂ser Heirat ohne Trauschein und ohne amtliche Anerkennung. Es zeigt zumindest seitens des Fremden, da√ü er nicht vorhat, sich in k√ľrzester Zeit wieder zu l√∂sen. Und von der Feier profitieren Alle, der Tempel ebenso wie die Verwandtschaft.


BUDDHA JAHR
Die Zählung beginnt 543 Jahre vor unserer Zeitrechnung. In AD 2018 befinden sich Buddhisten im Jahre 2561


CHIANG MAI
Zu Deutsch: Neustadt, eine Stadtgr√ľndung am Rei√übrett Ende des 13. Jahrhunderts n. Chr. vom ersten LanNa K√∂nig MengRai gegr√ľndet als seine neue Hauptstadt.
Heute, mit geschätzten +300 Tausend Einwohnern, ist sie eine prosperierende Großstadt und das Dienstleistungszentrum mit 10(!) Universitäten, davon drei staatliche und eine buddhistische.
Der gesamte Einzugsbereich umfaßt knapp zwei Mio Einwohner.
Sie ist die größte Stadt im Norden und wohl auch zweitgrößte Stadt nach Bangkok, mit internationaler Fluganbindung.
Mehr √ľber Chiang Mai gibt es zu lesen im Band 2 des Nordthailand Reporters.


CHIANG RAI
Die "alte" Hauptstadt des bedeutenden LanNa Königs MengRai, nach seinem Namen benannt, nördlich von Chiang Mai nahe der Grenze zu Laos und Myanmar gelegen mit +100 Tausend Einwohnern.
Sie ist Bezirkshauptstadt mit Universität und Flughafen.
Besonders sehenswert: White Chapell, siehe Band 1 des Nordthailand Reporters.


CHINA TOWN
Lange Zeit lebten vertriebene (National-) Chinesen und auch bereits fr√ľher massiv seit dem 19. Jahrhundert in Wellen eingewanderte Chinesen isoliert und ohne thail√§ndische Staatsangeh√∂rigkeit in ihren eigenen Siedlungen. In Bangkok bildete sich die gr√∂√üte Enklave. Inzwischen sind die chinesisch St√§mmigen weitestgehend thail√§ndische Staatsb√ľrger, oft mit Thais verheiratet. Die China Towns existieren weiter, mal in guter Nachbarschaft mit St√§dten, mal in relativer gesellschaftlicher Distanz. Chinesisch st√§mmige Einwohner ziehen des √∂fteren Neid auf sich anbetrachts ihrer Gesch√§ftst√ľchtigkeit. Allerdings sind einige auch immer wieder im illegalen Drogenhandel und - Schmuggel involviert, ebenso wie etliche Angeh√∂rige der Hill Tribes (Bergv√∂lker).
Das never ending Drogenproblem fördert nicht gerade die Integration der ethnischen Minderheiten.


DROGENHANDEL UND -SCHMUGGEL
Ein gro√ües immerw√§hrendes √úbel in der thail√§ndischen Gesellschaft ist das Drogenproblem. Abschreckend sollen drakonische Gef√§ngnisstrafen wirken, bis hin zur Verh√§ngung der Todesstrafe. Faustregel: ein Gramm Rauschmittel gleich ein Jahr Gef√§ngnis. Seit 2009 wurden aufgrund eines k√∂nigliches Dekrets keine Todesstrafen mehr ausge√ľbt, wohl aber von Gerichten verh√§ngt. Der K√∂nig k√∂nnte das Dekret jederzeit wieder aufheben.
Im Februar 2018 wurden Stimmen laut, um CANNABIS zu legalisieren. Anbetrachts der √ľberf√ľllten Gef√§ngnisse ist das sicherlich ein Weg zur Eind√§mmung der Kriminalit√§t.


EISENBAHN
Dank des Reformkönigs RAMA V. (der Große) wurden ab dem späten 19. Jahrhundert Eisenbahnstrecken in alle Landesteile gelegt.
Die Bahnstrecke nach Chiang Mai wurde von 1900 bis 1917 m√ľhsam mit Schwei√ü und Blut durch den Dschungel gebaut, ma√ügeblich bis zum 1. Weltkrieg unter Leitung eines deutschen Eisenbahningenieurs. Viele andere Strecken wurden von Engl√§ndern gebaut.
Heute ist die Staatliche Eisenbahngesellschaft der größte Arbeitgeber im Lande.
Besonders modern, komfortabel und schnell ist die Bahn nicht. Geplant sind einige Schnellbahnverbindungen, mit ausl√§ndischer Hilfe. Die Planung einer Verbindung von Bangkok nach Chiang Mai, mit japanischer Unterst√ľtzung, wurde angedacht. Eine weitere Schnellbahnlinie sollte mit chinesischen Krediten gebaut werden. Die Verhandlungen hierzu gerieten Mitte 2016 ins Stocken. Die Planungen wurden 2018 wieder aufgenommen zur Errichtung von Schnellbahnen nach HUA HIN und RAYONG.


ELEFANTEN
Das sind in Asien geachtete und heilige Tiere; sie werden nicht von Wilderern dahingeschlachtet wie in Afrika. Fr√ľher wurden sie als Arbeitstiere, als Prestige-und Gl√ľcks-Bringer am K√∂nigshof und auch als Kampf-Elefanten eingesetzt.
Weiße und schwarze Elefanten haben unterschiedliche Bedeutungen. Der im Oktober 2016 verstorbene König hatte mit zehn oder elf Elefanten die wohl bisher größte Anzahl an weißen Tieren, er war ein sehr bedeutender König in der Dynastie.
Es gibt nicht mehr viele wildlebende Elefanten in Thailand, gesch√§tzt maximal dreitausend und nochmals circa dreitausend Tiere in privaten Camps zur Freude der Touristen. Viele asiatische Elefanten haben von Natur aus keine Sto√üz√§hne. Das sch√ľtzt vor Wilderei.
Einer hiesigen archaischen Legende nach, bereits weit vor der Verbreitung des Buddhismus, sollen alle Lebewesen von Elefanten abstammen, und zwar aus deren Fußstapfen entstanden.
Mehr zum Thema Elefanten gibt es im NORDTHAILAND REPORTER, Band 5, zu lesen.


ELEPHANT CAMPS
Anscheinend ein MUSS f√ľr Nordthailandbesucher. Gut organisiert bringen Minibusse die Touristen in die Camps, etliche davon circa 50 Km n√∂rdlich von Chiang Mai. Elefantenreiten, F√ľttern und Baden mit den Tieren macht selbst den verknistersten Erwachsenen zum lachenden Kind.
Artgerechte Tierhaltung ? Das ist nicht so leicht zu beantworten. Die privat betriebenen Camps sind auf die touristischen Einnahmen angewiesen. Kommt gen√ľgend Geld ins Camp, kann auch investiert werden. Durch die Ausfl√ľge mit den Touristen ist f√ľr Auslauf gesorgt. Die Vorf√ľhrungen in einigen Camps lassen ein wenig Zirkus Stimmung aufkommen.
Allerdings gibt es auch private Stiftungen, die sich um Art-Erhaltung und Auswildern von behandelten Tieren k√ľmmern ebenso wie Elefantenhospit√§ler und -Altersheime.
Tatsache ist: ohne die Camps gäbe es viel weniger Elefanten in Thailand, denn die noch wildlebende Population in einigen National Parks bewegt sich geschätzt nur noch maximal um die dreitausend Tiere.


ELEFANTENPARADE
Die gr√∂√üte j√§hrliche Elefantenparade laut Guiness World Record gibt es allerdings nicht im Norden, sondern nahe der Stadt Surin in S√ľdostthailand, nahe der kambodschanischen Grenze. Vom 19.11. bis 20.11.2015 fra√üen sich 279 Elefanten an einer 400 m langen "Tafel" satt; es gab 60 Tonnen Futter f√ľr Alle, Umz√ľge und Spiele.


ELEPHANTPARADE
Ein niederl√§ndisches Gesch√§ftsmodell mit einer j√§hrlich stattfindenden Ausstellung von Elefantenstatuen, die zum Teil von bekannten Thai K√ľnstlern bemalt wurden und/oder von Prominenten gesponsert werden. Insgesamt gab es bereits zehn j√§hrliche Ausstellungen rund um den Globus, die Parade im Dezember 2016 fand in Chiang Mai statt. Dort ist der Firmensitz und dort werden auch die Rohlinge produziert.
20 Prozent der Erl√∂se werden an verschiedene Elefantenfoundations gespendet, unter anderem an ein Elefantenhospital. Anbetracht einer Population von insgesamt nur noch circa sechstausend Tieren in Thailand ist diese Parade sicherlich unterst√ľtzenswert, www.elephantparade.com.


ELFENBEIN
Thailand soll weltweit der gr√∂√üte illegale Handelsplatz f√ľr Elfenbein sein, das besonders in ganz Asien begehrt ist. Ab 2015 gibt es ein neues nationales Gesetz, das illegalen Handel im Lande unter Strafe stellt. Einheimisches Elfenbein mu√ü registriert werden; u.a. mittels (teurem) DNA Test kann illegales afrikanisches Elfenbein erkannt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Thailand als Mitunterzeichner des Washingtoner Artenschutzgesetzes Besserung bringen kann.


Feiertage
gibt es reichlich in Thailand, sie k√∂nnen auch quasi als "Ersatz" f√ľr die wenigen Urlaubstage gelten. Bei meiner Z√§hlung bin ich auf gut 20 Feiertage gekommen. Dabei gilt: zumeist haben nur Staatsdiener, Bankangestellte und Sch√ľler/Studenten frei. Denn im Land der Freien gibt es auch freien Handel zu jeder Zeit, oft gar rund um die Uhr. Wer sich l√§nger in Thailand aufh√§lt, ist gut bedient mit einem thail√§ndischen Kalender, der mit englischen Untertiteln versehen ist. Viele traditionelle Feiertage wandern n√§mlich mit den Jahren, sind also nicht immer feststehend an ein Datum gebunden wie zum Beispiel Neujahr. Der Grund daf√ľr ist die Zeitberechnung nach den Mondzyklen.
Es gibt international bekannte und j√§hrlich feststehende Feiertage (Neujahr, Tag der Arbeit), etliche buddhistische Feiertage, den Verfassungstag, den Hochzeitstag des K√∂nigspaares, den Kr√∂nungstag des K√∂nigs, die Geburtstage von K√∂nig und K√∂nigin (gleichzeitig als Vater- und Muttertag bekannt) und Feiertage zur Ehrung ber√ľhmter k√∂niglicher Vorfahren.

Fr√ľchte
wunderbar, diese F√ľlle an Fr√ľchten. In den G√§rten wachsen unter anderem Papaya, Jackfruit, Mango und schmackhafte Bananen aller Gr√∂√üen und Sorten. Neben den auch bei uns bekannten Obstsorten wie Lychee, Ananas, Orangen und Lemon, gibt es welche, die wir nicht kennen: Shompoo, Longan, Mangosteen, Monkey Apple, Persimmon, Rambutan, Durian und weitere. Jeder kann probieren, was ihm schmeckt. Ein Wehrmutstropfen im wahrsten Sinne des Wortes: Niemand kontrolliert die Verspr√ľhung von Pestiziden. Auch die Oberfl√§chenbehandlung von Waren auf gro√üen M√§rkten mit Formaldehyt wird neuerdings kritisiert. Ich kaufe zumeist auf kleinen M√§rkten oder bei Stra√üenh√§ndlern an Landstra√üen. Die einfachen Bauern haben i.d.R. nicht das Geld, um Chemikalien zu kaufen.
Achtung: Durian ist gelinde gesagt so geruchsintensiv, daß der Verzehr in öffentlichen Räumen oft untersagt ist. Wem es im Flugzeug zu eng ist, der sollte eine Durian Frucht dabei haben.

Golden Triangle (Goldenes Dreieck)
Bezeichnung f√ľr das Dreil√§ndereck Myanmar, Laos und Thailand und bekannt als das seinerzeit weltweit gr√∂√üte Gebiet der Schlafmohn - Produktion als Grundlage f√ľr die Opium- und Heroinherstellung.
Diese Zeit ist heute in Thailand weitgehend Geschichte; ein Museum erinnert an diese wilden Jahre.

Hi(gh) Ways
Die Schnellstra√üen sind nicht vergleichbar mit unseren Autobahnen. Zwar zum Teil auch vier- und sechsspurig, gibt es oft Hitzeprobleme mit dem Asphalt. Enorme Spurrillen sind riskant, ebenso wie viele √§u√üerst enge Kurven und in der Regenzeit die Stra√üenn√§√üe. Im Gebirge werden High Ways oft zu einspurigen, kurvenreichen Landstra√üen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Km/h ist angebracht, wird aber i.d.R. kaum beachtet, weil kaum √ľberwacht. In Extremabschnitten liegt die Begrenzung (im Gebirge) auch schon mal bei 30 Km/h. Ebenfalls riskant sind die vielen Motorbiker und mit gelinde gesagt unkonventionellem Fahrstil. N√§heres hierzu im NORDTHAILAND REPORTER unter der Rubrik: Verkehrter Verkehr.

Hill Tribes
Die Bev√∂lkerung der sogenannten Bergst√§mme umfa√üt insgesamt circa eine Million Menschen. Diese Volksst√§mme setzen sich im Wesentlichen aus zehn unterschiedlichen ethnischen Gruppen und weiteren Untergruppen zusammen. Darunter sind f√ľnf gr√∂√üere Ethnien: Karen, Akha, Lisu, Hmong und Lahu. Urspr√ľnglich vorwiegend aus dem s√ľdlichen sino- tibetischen Sprachgebiet und aus dem s√ľdlichen China stammend, sind sie √ľber Jahrhunderte bis in neuere Zeit √ľber Myanmar (Burma) oder Laos eingewandert und siedeln heute √ľberwiegend in den n√∂rdlichen Gebirgsregionen unter dem Schutz des Staates; sie sind allerdings noch nicht alle eingeb√ľrgert. Neuere Sch√§tzungen sprechen von einer 50% igen Staatsb√ľrgerschaftsquote. Zur Erforschung, Erhaltung und Integration ihrer Kulturen wurden speziell eine staatliche Beh√∂rde und eine universit√§re Forschungsstelle eingerichtet. In Chiang Mai gibt es im King Rama IX. Park (n√∂rdlich der Altstadt an der Stra√üe 107) ein spezielles Museum √ľber die Bergst√§mme (Feiertags sowie am Wochenende geschlossen!).
Beliebt bei Touristen sind Ausfl√ľge zu diesen folkloristisch anmutenden Hill Tribes, besonders zu einer speziellen Gruppe der Karen mit ihren langhalsigen Frauen. Die Langh√§lse werden von fr√ľh an den M√§dchen angetan durch Hinzuf√ľgen von goldfarbenen, schweren Metallhalsringen, die die Schulterblaetter nach unten dr√ľcken. Eine t√∂dliche Bestrafung f√ľr die Frauen bestand darin, diese Ringe zu entfernen: das Genick kann den Kopf dann nicht mehr tragen.
Die organisierten Reisen zu dieser besonderen Volksgruppe sind nicht unumstritten; Einige sprechen sogar von zwanghaften Verh√§ltnissen, in denen diese Frauen von Tourismus-Managern gehalten werden. Allerdings gibt es auch seri√∂se Anbieter, die es erm√∂glichen, w√§hrend einer Trekking Tour auch in einem Hill Tribe Dorf unter einfachsten Bedingungen zu √ľbernachten. Diese Touren werden von erfahrenen Guides gef√ľhrt. Gern vermittele ich entsprechende Kontakte.

HIV
Diese schreckliche Krankheit gibt es auch in Thailand, beg√ľnstigt noch durch Sextourismus. Im Gegensatz zu Ausgrenzungen in anderen L√§ndern wird HIV hier allerdings eher als "normale" Krankheit ohne besondere Diskriminierungen betrachtet.
Anfang der 1990iger Jahre gab es anbetrachts der bedrohlich hohen Fallzahlen an Erkrankungen eine großangelegte staatliche Anti- Aids-Kampagne, die die Zahl der Neuerkrankungen von 150 Tausend auf 25 Tausend p.a. reduziert haben soll.
Zahlen aus dem Jahre 2007 ergeben folgendes Bild:
- √ľber 700 Tausend Menschen lebten demzufolge mit dem Virus
- ca. 2 % aller Männer und ca. 1,5 % aller Frauen waren infiziert
- p.a. gab es ca. 30 - 50 Tsd. entsprechende Todesfälle
- 90 % aller Todesfälle betraf die 20 bis 24 -Jährigen
Eine nichtamtliche Zahl kursierte durch die Presse: ca. 90 % aller Prostituierten seien mit HIV infiziert; eine realistische Angabe oder eine bewu√üte Abschreckung ? Diese Angabe wird so oder so schwer zu verifizieren sein; nichtsdestotrotz d√ľrfte der Anteil der infizierten Frauen so hoch sein, da√ü jeder Freier ein enormes Risiko eingeht, angesteckt zu werden.

Hunde
haben einen besonderen Status im Norden. H√∂rt man im Grenzgebiet zu Kambodscha und Laos schlimme Sachen √ľber Hundemafia, brutalem Abschlachten, Abbr√ľhen bei lebendigem Leibe und illegalem Fleischhandel ins dortige Ausland bis nach Vietnam und China, so wird im Norden sogar gebremst, wenn ein Hund √ľber die Stra√üe l√§uft. Der gl√§ubige Buddhist t√∂tet kein Lebewesen ohne Grund. Die hohe Achtung des Hundes geht im Norden bis in graue Vorzeiten zur√ľck. Die Urbev√∂lkerung achtete Hunde besonders; Privileg des Hundes war es, als erstes Lebewesen in ein neu errichtetes Haus zu gehen. Die LanNa Herrscher √ľbernahmen viele Sitten der Ureinwohner; der Hund des Herrschers durfte als erstes Lebewesen durch das Stadttor einziehen, erst dann folgte der Hofstaat. Selbst im Alltag erkennt man auf Grund der unterschiedlichen Einstellung zum Hund, woher Jemand stammt: nur die Nordl√§nder haben eben diese hohe Meinung vom Tier.
Achtung: viele streundende Hunde sind mit Tollwut infiziert. Haushunde erkennt man am Body, selbst bei größter Hitze getragen, oder auch am Halsband. Neureiche leisten sich auch gern Modehunde.
Selbst sibirische Huskies kann man in Chiang Mai bewundern. Welch ein Hundeleben f√ľr die Pelztiertr√§ger in der Hitze. Auch √ľber Hunde gibt es mehr zu lesen im NORDTHAILAND REPORTER.

internet
s. unter WiFi

KFZ - Produktion
gibt es in Thailand, wenn auch fast nur in Lizenzfertigung. √Ąhnlich wie in Deutschland, ist die Automobilindustrie hier ebenfalls eine tragende S√§ule der Wirtschaft.
- 2,1 Mio PKW wurden in 2014 im Lande produziert
- offizielles Ziel: 3,5 Mio St√ľck p.a., mehr als in Deutschland
- vorwiegend japanische und koreanische Lizenzproduktionen
- die PKW Industrie wird gesch√ľtzt durch hohe Importsteuern
- in der Zulieferindustrie sind auch etliche deutsche Firmen aktiv
- LKW/Bus Lizenz Produktion auch namhafter dt. Firmen
- Produziert wird nicht nur f√ľrs Inland, sondern auch f√ľr den
Export in den gesamten s√ľdostasiatischen Raum.

Kick Boxen
diese thail√§ndische Boxart, in der (fast) Alles erlaubt ist, ist praktisch Nationalsport, oft auch als Thai Boxing, in Thai als MUAG THAI bezeichnet. Von Klein auf tr√§umen Jungs (und manchmal auch M√§dels) von einer gro√üen Karriere. Im bergigen Norden der Provinz Chiang Rai trainiert ein Tempelm√∂nch Jungs der Hill Tribes, um sie von Drogen fern zu halten. Sie werden Kinderm√∂nche und d√ľrfen trainieren.
Das erste kommerzielle Stadion f√ľr Muat Thai wurde 1945 in Bangkok er√∂ffnet.

Kinderarbeit
war noch vor einer Generation ein gro√ües Problem, ist sehr stark zur√ľckgegangen, aber noch nicht verschwunden. Gemeint sind nicht die in der Landwirtschaft oder in Ladenbetrieben mithelfenden Kinder, sondern die heute noch kritischen Zust√§nde besonders in der Fischerei- und Shrimps-Industrie. Auch die Prostitution mit Minderj√§hrigen ist noch nicht g√§nzlich verschwunden, wie immer wieder aufgedeckte F√§lle zeigen.

Kindergarten
einer der wenigen deutschen Begriffe, die es zum internationalen Sprachgebrauch geschafft haben. Kindergärten gibt es hier auch, in Stadt und Land.

Kinderprostitution
Dieses unselige Kapitel gibt es immer noch in Thailand, wenn auch nicht mehr in größerem Ausmaß wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Der wirtschaftliche Aufschwung befreite Viele aus existentiellen Notlagen. Sex mit Jugendlichen unter 18 Jahren ist strafbar.

Kings Projects
viele Entwicklungsprogramme wurden aus k√∂niglicher Schatulle finanziert und/oder stehen unter k√∂niglichem Schutz; etliche haben absolut Vorbildcharakter. Unter anderem durch diese Ma√ünahmen wurden der Landbev√∂lkerung im Norden Alternativen zum Anbau von Schlafmohn aufgezeigt; es wird nunmehr nicht nur Obst und Gem√ľse sowie hochwertiger Tee und Kaffee angebaut, sondern es wird sich auch um professionelle Vermarktung der Produkte gek√ľmmert. Entsprechende Projekte gibt es ebenfalls in der Forstwirtschaft und in der Textilproduktion. Der jetzige K√∂nig wird international auch als " King of Development" tituliert. Auch seine aus einfachen Verh√§ltnissen aus dem Norden stammende Mutter hatte etliche Projekte f√ľr die Bev√∂lkerung initiiert; entsprechend verehrt wird sie auch heute noch.

Klong Prem Prison
s. Bangkok Hilton

Loy Krathong
ist ein wichtiger Tag im Leben der Thais. Zum Gedenken an Phrae Mae Khongkha, einer Wassergöttin, werden kleine Blumenschiffchen
(Krathongs) auf Fl√ľssen und auf allen flie√üenden Gew√§ssern ausgesetzt. Das Fest findet statt jedes Jahr am 12. Vollmond. Dadurch ist Loy Krathong nicht festliegend, sondern richtet sich eben nach dem Mondkalender. Im Jahre 2015 wurden die Schiffchen am 25. November ausgesetzt. Loy Krathong ist kein gesetzlicher Feiertag. Ebenfalls am 12. Vollmond wird ausschlie√ülich in Nordthailand zeitgleich ein weiteres Fest begangen: Yi Peng Festival, siehe unter Yi Peng.

LPG
kein ehemaliger DDR Begriff, sondern es ist die Abk√ľrzung von: Liquide Propan Gas. Viele PKWs sind umger√ľstet f√ľr Fl√ľssiggas- Betrieb, was im Verbrauch sehr viel kosteng√ľnstiger ist, ca. 40 % vom Benzinpreis (Stand Dez. 2015).

Mönche
sind nicht zu √ľbersehen in ihren orangefarbenen Gew√§ndern. Egal, ob Wanderm√∂nch oder im Kloster lebend, es handelt sich immer um Bettelm√∂nche, die von der Bev√∂lkerung mit ern√§hrt werden. Die Tempel und Kl√∂ster werden von M√∂nchen selbstverwaltet und sind vorwiegend durch Spenden finanziert. Die Gemeinden sind f√ľr "ihr" Kloster verantwortlich. Gesellschaftlich hoch gesch√§tzt ist es, wenn junge M√§nner nach der Schulzeit und vor der Heirat einige Monate im Kloster als M√∂nch leben.
WICHTIG: Frauen d√ľrfen M√∂nche nicht ber√ľhren. Ausnahme: bei der Krankenpflege.

Muag Thai
s. Kick Boxen

Nonnen
in weißen Gewändern, ebenfalls mit kahlgeschorenem Schädel, gibt es auch, allerdings eher vereinzelt im Gegensatz zu anderen buddhistischen Ländern. Bei reiligösen Zeremonien, an denen sie teilnehmen, sitzen sie getrennt von den Mönchen in einer Gruppe.

Reis-Export
Thailand ist seit einiger Zeit zum Reis-Export-Weltmeister aufgestiegen mit circa 6,5 Mio t Export p.a. Zunehmender Reisanbau, Weiterverarbeitung, subventionierte Erzeugerpreise und Ausweitung der Vermarktung, allerdings auch immer wieder von Korruptionsskandalen begleitet, f√ľhrte insbesondere im Norden Thailands zu einem wachsenden Mittelstand. Genossenschaftliche Organisation und Anbau hochwertiger Sorten k√∂nnen einen selbst√§ndigen Status mit gen√ľgend Einkommen erm√∂glichen.
Im deutschen TV gibt es eine weltweite Doku-Reihe mit Hannes Jaenicke: Fairer Anbau und Handel. Eine Sendung bezieht sich speziell auf den Reisanbau in Thailand. Sehenswert!

Obst
s. Fr√ľchte

√ĖPNV
gibt es nur ansatzweise; in Bangkok ja, in den anderen Städten praktisch nicht. Privat betriebene Sammeltaxen und die bei Touristen allseits bekannten TukTuks bedienen spezielle Routen, die an den unterschiedlichen Farben der Fahrzeuge zu erkennen sind.

Religionszugehörigkeit:
94,70 % Buddhisten (Theravada-Buddhismus)
4,60 % Muslime (insbesondere in den unruhigen S√ľdprovinzen)
0,70 % Christen
Angloamerikanische Kirchenorganisationen sind seit Generationen stark am Missionieren, besondere bei Land- und Bergbevölkerung.

Thai Boxing
s. Kick Boxen

Tiger Kingdom
dieses K√∂nigreich gibt es nicht als Staat, sondern es ist die Bezeichnung f√ľr privat betriebene Tiger-Freiluftgehege. Eins davon befindet sich circa 40 Km n√∂rdlich von Chiang Mai gelegen. Es ist neben dem Besuch eines Elephant Camps anscheinend ein weiteres MUSS f√ľr Nordthailand Besucher. Tiger streicheln scheint einen unwiderstehlichen Reiz auszu√ľben.
Von Tiersch√ľtzern wird das Gesch√§ftsmodell stark kritisiert: alle Tiger ab 3 Jahre sollen nach deren Recherchen aus den Camps abgezogen und weiter "vermarktet" werden, Alles entgegen dem internationalen Washingtoner Tierschutzabkommen. Die Nachfrage nach Tigerprodukten aller Art in Asien ist traditionell sehr hoch; Tigerbalsam ist ein g√§ngiges Prdukt. Zehen, Krallen, Penisse - alles findet K√§ufer. Ein Tiger kann nach "Totalvermarktung", sprich Schlachtung, f√ľnfstellige Eurosummen einbringen, illegal, wohlgemerkt. N√§heres siehe im NORDTHAILAND REPORTER.

Todesstrafe
gibt es formal bis heute, ist aber seit 2009 durch ein königliches Dekret ausgesetzt worden. Bis 2003 erfolgte der Vollzug durch ein doppeltes Erschießungskommando mit Schnellfeuerwaffen, danach bis 2009 durch Giftspritze. Auch heute noch werden Todesstrafen verhängt. Weitere Informationen gibt es im Band 1 meiner Security Reihe: Gefangen in Chiang Mai.

Trafficking
Unter diesen Sammelbegriff fallen menschenausbeuterische Zustände, siehe unter Barladies, Kinderarbeit und Kinderprostitution.

Universitäten:
erste Gr√ľndung im Jahre 1917
146 Universit√§ten aller Art gibt es (Angaben f√ľr 2007), davon:
33 staatliche
41 pädagogische
9 technische
63 private Träger
In Chiang Mai, der zweitgr√∂√üten Stadt im Lande und der gr√∂√üten in Nordthailand (+ 300 Tsd. EW; Einzugsgebiet weit √ľber 1 Mio EW), gibt es:
10 Universitäten, davon:
3 staatliche
2 buddhistische
5 private Träger
Auffallend ist der hohe Anteil an privaten Institutionen. √Ąhnlich wie in den USA entwickelte sich hier eine regelrechte Bildungs- Industrie; Hochschultitel sind begehrt; mit der Ausbildung wird gutes Geld gemacht. So ist es nicht verwunderlich, da√ü vorwiegend wohlhabende Familien ihre Jugend auf die Universit√§ten schickt. Mit Abstand am Beliebtesten sind allerdings Hochschulabschl√ľsse im westlichen Ausland - eine weitere Steigerung in Prestige und Investition in Bildung.
Ferner ist auffallend, da√ü mit circa 10 % mehr Abschl√ľssen pro Semester die weiblichen Absolventen vor den m√§nnlichen liegen. Zumindest mittelfristig wird sich das in vielfacher Hinsicht auf soziologische Aspekte auswirken.

Weinanbau
gibt es; eine echte Herausforderung in den Tropen. Theoretisch sind drei Ernten denkbar, aber eben nur theoretisch. Um auf nur eine ertragreiche Lese p.a. zu kommen, wird der Wein in einen "hormonellen, k√ľnstlichen Winterschlaf" versetzt. Zwischen Dezember und M√§rz reifen die Trauben; im Juni werden die Rebst√∂cke heruntergeschnitten. Zumindest ein Weingut schneidet die Rebst√∂cke
2 x p.a., im April vor der Regenzeit und dann nochmals im Oktober.
Die Kasetsat Agricultural University testet geeignete Rebsorten, bisher sollen ca. 50 Sorten in Thailand getestet worden sein.
Einige Weine haben bereits internationale Preise erzielt. Acht professionell gemanagte Weing√ľter gab es in 2012; laut der Thai Wine Association sind sechs von nunmehr zw√∂lf Weing√ľtern in der Association organisiert.

WiFi
Im ganzen Lande gibt es stabile 3 G Verbindungen, praktisch in jedem Coffee Shop oder Restaurant kann der Reisende kostenlos WiFi nutzen. Vielfach, zumindest in den Ballungszentren, gibt es bereits 4G Verbindungen; alles via Funk. Ich fahre doppelt: wenn m√∂glich, WiFi nutzen, s.o., und wenn auf dem Lande mal kein Lokal zur Verf√ľgung steht, habe ich eine entsprechende prepaid 3G SIM Card f√ľr umgerechnet knapp 10,- ¬Ä mtl. als Reserve. √úber internet telefoniere ich auch via skype direkt mit anderen skype-Nutzern oder w√§hle mich √ľber diesen Dienst preisg√ľnstig in alle Netze der Welt ein. Eine deutsche Telefonnummer habe ich ebenfalls von skype gekauft, so bin ich f√ľr Alle aus Deutschland zum Ortstarif erreichbar.

Yi Peng Festival
Am 12. Vollmond eines jeden Jahres steigen in Nordthailand, vorwiegend im Bezirk Chiang Mai, abends Lampions gen Himmel. Das Fest findet im Jahre 2015 am 25. November statt. So gewaltig ist das Ereignis, daß ab 19.00 bis zum Morgen der Flugverkehr im Norden praktisch eingestellt wird, ebenso wie von Silvester zu Neujahr aus dem gleichen Grunde. So leistet eine große Region Thailands seinen Teil zum Umweltschutz: statt autofreien Sonntag eben flugfreie Nacht - und das jährlich.
Es gibt in Chiang Mai einen abendlichen sehenswerten Umzug mit historischen Kost√ľmen sowie eine Miss und Mister Wahl: die Sch√∂nsten der Sch√∂nen.
Zeitlich fällt das Fest mit Loi Krathong zusammen, das im ganzen Lande gefeiert wird.

Z√ľge
s. Eisenbahn

Link-, Medien- und Literaturverweise:
www.sripat.med.cmu.ac.th, www.elephantparade.com. www.elephantpoopoo.com